Neuigkeiten aus den Jahren 2003 bis 2005


Es kann wieder los gehen (15. November 2005)

    "Das passt alles!", war meine spontane Reaktion nach dem ersten Training mit Spikes nach vielen Monaten. Ich war hinterher zwar ganz schön platt aber sehr zufrieden. Nur meine Füße taten ein wenig weh. Meinen Rücken merkte ich am Tag nach dem Training mit Spikes auch nicht mehr als sonst. Sogar einige vorsichtige Starts habe ich gemacht. Jetzt freue ich mich richtig auf die Hallen-Saison.
    Viele Grüße,
    Eure




Ich befinde mich wieder im Training (01.10.2005)

Hallo meine Lieben,

ich bin seit knapp 2 Monaten wieder im Wintertraining und die Vorbereitung auf die Hallensaison läuft richtig gut, abgesehen davon, dass ich mein Krafttraining vorübergehend wieder ein wenig umstellen musste, da ich zur Zeit nicht mit der Freihantel arbeiten darf und nur an geführten Kraftgeräten trainiere.

Hierbei habe ich eine super Untersützung vom Fitness-Studio VitaFit, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Gesundheitlich geht es mir auch - dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit meinem Physio Michael Holzner, Frau Dr. Petra Ziegler und natürlich meinem Trainier Harry Letzelter - wieder besser.

 Viele Grüße,
Eure




Absage aller meiner Starts in der Sommersaison 2005 (25.05.2005)

 
Foto: Iris  


    Nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder in den "News" - leider allerdings mit unerfreulichen Neuigkeiten:

    Schweren Herzen muss ich aus gesundheitlichen Gründen alle Starts in der Sommersaison 2005 absagen.

    Nachdem das Ostertrainingslager in der Türkei noch richtig gut verlaufen und ich wieder nach Mainz zurückgekehrt war, hat mich eine Bronchitis mit anschließender Infektion für gut 2 Wochen außer Gefecht gesetzt. Aus diesem Grund bin ich erst mit Verspätung in das DLV-Staffeltrainingslager nach Hannover gereist, wo ich allerdings auch nicht im Vollbesitz meiner Kräfte war.

    Zurück in Mainz konnte ich erstmals mit dem Gefühl trainieren, wieder einigermaßen in Tritt zu sein. Am Mittwoch der vergangenen Woche jedoch meldeten sich Schmerzen im Oberschenkel und ich befürchtete zunächst eine Zerrung. Die Untersuchung bei Frau Dr. Ziegler ergab allerdings einen leichten Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich.

    Diese niederschmetternde Diagnose zusammen mit dem vorangegangenen Trainingsausfall hat mich veranlasst, in der Sommersaison 2005 nicht zu starten. Ich möchte mich nun zunächst vollständig auskurieren und dann zielgerichtet auf die Hallensaison vorbereiten.

    Alles in allem läßt sich diese Entscheidung mit den Worten "Gesundheit geht vor" zusammenfassen. Da ich meine Karriere noch bis zu den olympischen Spielen in Peking 2008 und den Weltmeisterschaften in Berlin 2009 fortsetzen möchte, scheint mir dies die einzig sinnvolle Entscheidung zu sein.

    Viele Grüße,
    Eure




Die Hallen-DM in Sindelfingen (01.03.2005)


Ich möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich für die vielen Glückwünsche nach der Hallen-DM bedanken und meinen Trainer Harry Letzelter grüßen, der sich in Sindelfingen schwer verletzt hat (Patellasehnenriss nach dem 60 m-Endlauf). Danken möchte ich auch Günther Weller (Vater von Ronny Weller), der seit Oktober letzten Jahres bei mir das Krafttraining übernommen hat. Das Training und die Trainingsplanung übernimmt weiter Harry, nur im Kraftbereich haben wir Günther Weller um Hilfe gebeten, da mein Kraftniveau immer ein Schwachpunkt war bzw. noch immer ist. Das Krafttraining wurde daraufhin komplett verändert und auch im Tempolaufbereich gab es einige Änderungen.

Am Anfang der Hallensaison sah es dann noch nicht allzu gut aus bei den Wettkämpfen und ich hatte einige Probleme das ganze Training umzusetzen. Am Ende wurde ich doch sehr ungeduldig, da ich bei den Wettkämpfen keine ordentliche Zeiten lief, obwohl die Trainingsleistungen richtig gut waren.

Daher habe ich mich um so mehr über den Titel über 60 m in der Halle und die Hallen-EM-Norm gefreut. Jetzt geht es erst einmal zur Hallen-EM nach Madrid und am 18. März fahren wir dann auch schon ins Trainingslager in die Türkei.

Viele Grüße,
Eure


Fotos: Iris



Interview
(23.09.2004)
Die olympischen Spiele sind nun schon seit mehr als 3 Wochen beendet. Wie hat Du sie im Rückblick erlebt?
Die Spiele selbst waren schön, die Leistung hingegen nicht so. Es war sehr schade, dass wir im Vorlauf schon rausgeflogen sind. Drumherum war alles sehr gut organisiert. Auf ihre ganz eigene Art waren die Spiele in Athen etwas ganz besonderes, aber irgendwie mit Sydney kaum zu zu vergleichen.
Um nochmal auf das eigene Abschneiden zurückzukommen: Wie warst Du mit Deiner eigenen Leistung zufrieden - auch wenn in der Staffel natürlich vier Läuferinnen zu Einsatz kamen.
Ich kann mit meiner Leistung wegen der Verletzungsprobleme im Vorfeld zufrieden sein, auch wenn sie natürlich nicht optimal war. Ich habe dort schon mein Bestes gegeben, aber es war eben nicht mehr drin - auch von meiner Seite.
Das nächste größere Event nach Olympia war die Übergabe der Staffel-Goldmedaille von Edmonton 2001 beim ISTAF in Berlin. Da scheint aber wohl etwas schief gelaufen zu sein.
Wir haben einfach eine schönere Medaille erwartet. In Edmonton hatten wir eine sehr schöne Silber-Medaille bekommen, die auch mit Namen versehen war. Gerade aus diesem Grund war uns schon klar, dass wir keine Originale bekommen werden, aber wir hatten mehr erwartet.
Am gestrigen Tag bist Du mal wieder Staffel gelaufen, allerdings eine etwas längere Distanz als üblich.
Ich bin gefragt worden, ob ich nicht beim 24-Stunden-Lauf für Frieden und Toleranz teilnehmen möchte. Und so bin ich dann mit Kindern auf dem Mainzer Lerchenberg eine Viertelstunde gelaufen.
Welche Distanz?
Nur sechs Stadionrunden - das war sehr langsam.
Demnächst wirst Du das Metier wechseln und im Rahmen des Jubiläums '10 Jahre Mainzer Bibliotheksgesellschaft' bei einer Lesung dem interessierten Publikum vorlesen.
(Anmerkung: Mi., 10. November 2004, ab 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Mainz, Rheinallee 3B)
Da sich herumgesprochen hat, dass mein Hobby Lesen ist, wurde ich gefragt, ob ich nicht aus meinem Lieblingsbuch vorlesen möchte. Die Idee hat mir sofort gefallen, insbesondere weil die Veranstaltung in die Vorweihnachtszeit fällt. Außerdem ist es mal was anderes, sich auf diesem Sektor zu engagieren.
Als nächstes sportliches Ziel steht die Hallensaison an, bei der Du nochmal richtig angreifen willst?
Ja, ich möchte meine 60m-Bestzeit verbessern. Die letzten beiden Jahre sind ja in der Halle etwas schief gelaufen. Meine Bestzeit ist momentan 7,22 und die möchte ich schon noch verbessern. Und 200m will ich in der Halle auf jeden Fall auch laufen.



Interview
(14.07.2004)
Bei der DM bist Du über 100m auf Platz 6 gelandet. Wie zufrieden oder unzufrieden bist Du mit diesem Ergebnis?
Mit der Zeit kann ich bei dem Gegenwind eigentlich sehr zufrieden sein. Mit der Platzierung bin ich nicht so zufrieden. Ich habe gedacht, dass ich doch ein bißchen weiter nach vorne laufen kann - zwar nicht auf Platz 1 bis 3, aber ich habe schon auf Platz 5 oder sogar Platz 4 gehofft.
Ist schon absehbar, welche Auswirkungen dieses Ergebnis auf Deinen Olympiastart haben wird?
Ich denke nicht, dass man das absehen kann. Wir fahren jetzt erst mal noch für 3 Wochen ins Trainingslager nach Südtirol und von dort aus direkt nach München zum Länderkampf. Dort wird es dann ein Ausscheidungsrennen geben.
Kannst Du nach Deinem Außenbandanriss Ende April mittlerweile wieder schmerzfrei trainieren?
Soweit bin ich schon schmerzfrei. Das einzige, das ich noch nicht ganz so machen kann, sind Sprünge. Da habe ich noch ein kleines Handicap mit Schrittsprüngen und Hürdensprüngen. Das behindert wohl auch noch ein wenig in der Beschleunigungsphase, weil ich noch nicht so spritzig bin. Und aus der Kurve bin ich mir nicht sicher, ob ich schon gut laufen kann. Aber das werden wir in den nächsten Tagen bei Läufen über 150m und länger auch ausprobieren.




Erster Zwischenstand der Sommersaison (29.06.2004)




 

Leider konnte ich erst letzte Woche in die Saison einsteigen. Es dauert doch ganz schön lange und ist schwerer als ich geglaubt habe. Der Wettkampf in Freistett war OK, obwohl er nicht optimal war.
Jetzt am Wochenende lief es von den Zeiten her jedoch ziemlich schlecht. Ich hoffe, dass ich meinen Start in den nächsten 2 Wochen doch noch ein wenig verbessern kann und zur DM wieder fit sein werde.


Eure






Vor dem Einstieg in die Sommersaison (09.05.2004)




Foto: Webmaster

- Mit Caro Hingst am Stand des USC Mainz auf der Marathonmesse in Mainz -

 


Hallo,

jetzt wird es doch mal wieder Zeit, etwas für meine "News" zu schreiben.

In diesem Jahr ist doch schon sehr viel geschehen:

Im Januar habe ich die Ausbildung zur Bankkauffrau beendet und kann seitdem halbtags arbeiten und mich besser dem Training widmen.
Die Hallensaison war leider nicht so gut, da die Vorbereitung doch ein wenig durch das Lernen gelitten hat.

Nach der Hallensaison lief dann alles optimal und das Trainingslager vom 1. bis 18. April hätte nicht besser sein können.

Im ersten Training zu Hause ist es dann passiert: Ich habe mir mein Außenband am linken Fuß angerissen. Dadurch, dass es sehr gut und sehr schnell von Dr. Petra Ziegler behandelt wurde, habe ich noch Glück gehabt und die Heilung verläuft sehr gut. Natürlich muss ich auch sehr viel dafür machen, dass ich nicht allzu viel im Training verliere. Mein Physio Michael Holzner arbeitet fast jeden Tag mit mir, damit ich zu den Olympischen Spielen fahren kann.

Der Saisoneinstieg wird sich nach heutigem Stand um ca. 2 Wochen verschieben.


Viele liebe Grüße, Eure




Interview
(09.12.2003)
Bist Du mit dem Jahr 2003 im Rückblick insgesamt zufrieden?
Schon. Ich bin mit 11,31 Bestzeit gelaufen und habe mit der Staffel den 5. Platz bei der WM belegt - da kann man eigentlich zufrieden sein.
Vor der Freiluftsaison hast Du kleinere Änderungen am Start vorgenommen. Bist Du der Meinung, dass sich das für die 100m gelohnt hat oder steht für die Zukunft doch mal eine stärkere Konzentration auf die 200m-Strecke an?
Das lasse ich mal auf mich zukommen wie das jetzt wird. Ich würde gerne öfter 200m laufen. Da muss ich auch vom Kopf her etwas mehr drauf einstellen. Mal schauen ob ich das hinbekomme. Ich denke aber, dass der Schwerpunkt nächstes Jahr noch mal die 100m sein werden.
Im Jahr 2003 bist Du zu den beiden Golden League-Meetings in Berlin und Zürich eingeladen worden. War das etwas Besonderes für Dich, dort zu starten?
Ja klar war das etwas Besonderes. Aber ich habe mich dort nicht so richtig auf mich selbst konzentriert, sondern sehr viel drauf geschaut, was andere Leute machen. Dementsprechend habe ich dann auch wieder den Start verschlafen und die Zeiten waren dann jeweils auch nicht so berauschend.
Fotos: Webmaster
Wie hast Du insbesondere das Letzigrund-Meeting in Zürich erlebt, das ja sowohl bei Athleten wie auch Fans eine Art Kultstatus hat?
Es war super - mehr kann man da nicht sagen. Von meiner Leistung her war nur durchschnittlich für dieses Jahr aber von der Athmosphäre her super.
Ziehst Du aus der Teilnahme an solchen Events Motivation für die Zukunft?
Ja klar. Ich denke auch, dass ich viel mehr solche Läufe machen muss. Dann lerne ich auch, mich noch besser zu konzentrieren und nicht so sehr auf Nebensächlichkeiten zu achten. Ich darf zum Beispiel nicht so sehr darauf achten, wie die anderen sich warm machen.
Bei der WM in Paris lief es trotz zahlreicher verletzungsbedingter Absagen erfreulich gut für die 4x100m-Staffel. Wie hast Du die WM erlebt?
Vom Wetter her war es sehr kalt, aber sonst super. Die Unterkunft war zwar nicht so berauschend, aber wir haben das Beste draus gemacht und es hat Spaß gemacht.
Fotos: Webmaster
Warst Du enttäuscht, erstmals nach Sevilla, Sydney, Edmonton und München bei dem Großereignis des Jahres nicht die Zielgerade betreiten zu dürfen?
Es war eine neue Herausforderung für mich. Zwar fand ich es schon schade, nicht Schluss zu laufen, aber es war mal was anderes und hat auch Spaß gemacht, auf Postition 2 zu laufen.
Direkt nach der WM kamst Du dann aber sinngemäß auf die Zielgerade was Deine Bankausbildung angeht. Wie hast Du es geschafft, die Doppelbelastung aus Ausbildung einerseits, Training, Trainingslager und Wettkampfreisen andererseits während der Saison unter einen Hut zu bringen?
Da ich während der Sommermonate keine Schule hatte, ging das einfacher. Vor der Sommersaison hatten wir Schule gehabt und nachher auch wieder. Daher war es einfacher, das zu koordinieren. Ich hatte ja auch die Ausbildung unterbrochen, weil damals die Blöcke nicht so gut gelegen hatten. Jetzt hoffe ich mal, dass sich das auch positiv ausgewirkt hat.
Kurz vor der Hallensaison folgt nun noch die mündliche Prüfung. Wird Dich das eher bremsen, weil Du Dich parallel zum Training noch intensiv darauf vorbereiten mußt oder aber beflügeln, weil Du bei den Wettkämpfen dann den Kopf frei haben wirst?
Ich werde erst nach der mündlichen Prüfung mit Wettkämpfen anfangen, so dass ich mich auf beides intensiv vorbereiten kann und den Kopf dann für beides frei habe.
Aus sportlicher Sicht hat sich ja beim USC Mainz einiges getan: Mit Sandra Möller hast Du nun vereinsintern eine sehr starke Konkurrentin - auch wenn Ihr gut befreundet seid.
Es freut mich, dass Sandra jetzt hier im Verein ist und wir zusammen Staffel laufen können. Aber es wird sich ja nicht so viel ändern, denn trainieren ja auch nicht zusammen. Sie trainiert ja weiter mit Sina zusammen bei Andre Ernst. Ich finde es gut, dass sie jetzt da ist.
Was erwartest Du für die USC-Staffel, die ja mit Silke Wolf und der Nachwuchs-Sprinterin Jessica Hochhaus weitere starke Sprinterinnen in ihren Reihen hat?
Ich hoffe doch, dass wir ganz weit vorne mitlaufen können. Das wird auch das Ziel von allen vieren sein, die laufen werden.




B-KADER GRUNDFÖRDERUNG !!! (29.09.2003)







Kurzer Saisonrückblick (19.09.2003)



Der Saisonverlauf war leider nicht so wie erhofft.
Das Ziel - ein Einzelstart bei der WM und eine 11,25 - wurde nicht erreicht.
Trotzdem war ich noch nie so konstant in einem Jahr wie in diesem und hoffe, dass es nächstes Jahr in Athen klappt.
Ein schöner Abschluss war die Staffel in Paris mit dem 5. Platz.

Jetzt möchte ich erst einmal die Prüfung als Bankkauffrau absolvieren.


Foto: Webmaster


Foto: Webmaster




Über die DM und die weiteren Aussichten (01.07.2003)


Foto: Iris


Die DM in Ulm ist für mich super gelaufen. Leider waren die Zeiten wieder nicht sehr gut, aber ich gebe die Hoffnung eine 11,25 sek zu laufen nicht auf. So konstant wie dieses Jahr war ich noch nie und die Traingszeiten sprechen auch dafür. Vielleicht habe ich ja noch mal Glück mit Wind und Wetter.

Der nächste Start wird in Mals (Südtirol) sein, von wo es dann direkt für 2 Wochen ins Trainingslager geht. Am 03.08.03 ist in Leverkusen dann die letzte Chance die Norm zu laufen.





Trainingslager in Spanien im April 2003 (07.05.2003)


Nach langer Zeit möchte ich Euch mal wieder auf den neuesten Stand bringen. Da ich zur Zeit noch eine Ausbildung zur Bankkauffrau mache und da sehr mit Lernen und Arbeiten eingespannt bin, gibt es eigentlich nicht viele Neuigkeiten.

Vom 12.04. bis 27.04. war ich mit meinem Verein im Trainingslager in Spanien. Dort konnten wir richtig gut trainieren und hatten auch außerhalb des Trainings viel Spaß - natürlich gehört auch Sonnen am Pool dazu.
Großen Spaß hat das Trainingslager insbesondere auch wegen meiner Trainingspartnerin Silke Wolf gemacht, die 2 Wochen lang gute Laune verbreitete.
Im letzten Sprinttraining habe ich mich leider ein wenig verletzt, kann aber jetzt nach einer Woche Krafttraining und Dauerlauf wieder normal trainieren.

Am Montag geht's schon wieder ins Trainingslager nach Kienbaum - diesmal mit den anderen Sprintmädels, um Staffelwechsel zu trainieren. Danach fängt dann direkt die Saison an.

Der erste Start wird in Braunschweig bei der DMM am 24.05. sein. Weiter geht es dann in Osnabrück, Rehlingen, Dortmund, hoffentlich beim Europa-Cup in Florenz, bei der DM in Ulm und in Leverkusen.



Foto: Privat




Mein Abschneiden bei der Hallen-DM in Leipzig (27.02.2003)


Foto: privat



Am Wochenende direkt nach dem Wettkampf war ich schon recht enttäuscht, da ich mit einer Bestzeit gerechnet habe. Mit den Trainingszeiten der letzten Tage und Wochen war dies auch möglich.

Aber mit ein wenig Abstand vom Sonntag kann ich mit dem Resultat zufrieden sein.

Nach dem letzten Jahr (Verletzung und Arthroskopie) habe ich meine Form recht schnell wieder gefunden und das Niveau der Halle 2002 wieder erreicht.

Ziel muss es sein, gesund zu bleiben und sich auf die Freiluftsaison zu konzentrieren. Jetzt werde ich noch in Karlsruhe laufen und ein paar Tage pausieren, um frisch in die nächste Trainingsphase zu gehen.




Der bisherige Verlauf der Hallensaison 2003 (10.02.2003)


Nach den anfänglichen Schwierigkeiten in Luxemburg und in Stuttgart lief es in Dortmund richtig super, mit einer 7,26 sek.
Ziel wird es nun sein, Bestzeit zu laufen und unter die ersten drei bei der DM in Leipzig zu kommen.
Mein nächster Start wird in Leverkusen sein.

Und noch ein kurzer Kommentar in Sachen "Playboy" (siehe Frage im Gästebuch):
Ich denke, dass das für mich nicht in Frage kommt, da es nicht zu meiner Person passt und ich auch der Meinung bin, dass man nicht alles von sich zeigen muss.



Foto: Webmaster




Kurz-Interviews:
Süddeutsche Hallenmeisterschaften und Sparkassen-C
up (02.02.2003)


Süddeutsche Hallenmeisterschaften in Hanau am 01.02.2003:


Frage: "Wie bist Du mit Deinen Auftritten hier in Hanau zufrieden?"
Marion: "Nach den eher schlechten Leistungen letzte Woche war das doch nochmal ganz gut, hier bei den Süddeutschen zu laufen."
Frage: "Hast Du nach den 7,40 im Vorlauf und den 7,34 im Zwischenlauf nicht doch einen Gedanken daran verschwendet, den Titel mitzunehmen?"
Marion: "Nein, es war von vornherein klar, dass ich nur 2 Läufe mache. Hätte es nur Vor- und Endlauf gegeben, dann wäre ich im Endlauf selbstverständlich gestartet, aber so wird das doch ein bißchen viel für morgen."
Frage: "Was hast Du morgen in Stuttgart vor?"
Marion: "Unter 30 zu laufen."


Sparkassen-Cup in Stuttgart am 02.02.2003:
Frage: "Eine 7,37 mit einer ziemlich schlechten Reaktionszeit - das war bestimmt nicht ganz das, was Du Dir vorgestellt hast."
Marion: "Ich denke ich muss mich beim Start einfach noch besser konzentrieren und endlich mal das auf die Bahn bringen, was ich im Training laufe."


Foto: Webmaster




Persönlicher Jahresrückblick 2002 (09.01.2003)

Auf das Jahr 2002 schaue ich nun mit einem lachenden aber auch mit einem weinenden Auge zurück:

Angefangen hat das Jahr in der Halle erst mal schleppend, da ich meine Trainingsleistungen bei den Wettkämpfen nicht bestätigen konnte. Erst bei der Hallen-EM konnte ich meine Form finden und belegte den 5. Platz.

Die Sommersaison verlief leider nicht so gut. Der Saisonstart war zwar sehr gut und ließ auf mehr hoffen, da ich bei der DLV-Gala meine Bestzeit einstellte. Doch direkt nach dem Wettkampf bekam ich Beschwerden im Knie, die mich die ganze Zeit im Training und während der Wettkämpfe begleiteten.
In Latsch bei der Vorbereitung auf die EM in München hatten wir - der Physiotherapeut und ich - die Schmerzen nach viel Krankengymnastik und abgestimmtem Training weitgehend im Griff.
München selbst lief es über 100 m nicht gut, jedoch gewannen wir mit der Staffel Silber.

Nach der EM war ich schließlich doch gezwungen, die Saison abzubrechen und mich auf Anraten meines Arztes operieren zu lassen.






Marion zum Jahresende 2002 auf Rang 37 der IAAF World Rankings (09.01.2003)

In den aktuellen IAAF World Rankings über 100m, einer Art 100m-Weltrangliste, belegt Marion mit 1189 Punkten den 37. Rang (Stand: 30. Dezember 2002).
Die Wertung führt - wie nicht anders zu erwarten - Vornamenskollegin Marion Jones (1400 Punkte) an. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Ukrainerin Zhanna Pintusevich (1342 Punkte) sowie die Jamaikanerin Tayna Lawrence (1339 Punkte).
Als weitere deutsche Athletinnen sind in dieser Top-50-Wertung Melanie Paschke (Rang 27, 1221 Punkte), Sina Schielke (Rang 33, 1196 Punkte) sowie Gabi Rockmeier (Rang 48, 1175 Punkte) vertreten.

Die Rankings selbst sowie weitere Hintergrundinformationen sind im Internet über diese Seite zu finden.


Webmaster



 

Interview
(31.12.2002)
In welchem Alter hast Du mit der Leichtathletik begonnen?
Ich habe mit 11 Jahren beim USC mit der Leichtathletik angefangen.
Wann ungefähr hat sich abgezeichnet, daß Du das Zeug zur Hochleistungssportlerin hast?
Abgezeichnet kann man so nicht sagen. Ich denke, das hat sich ein bißchen entwickelt. Dass ich zum Sprint tendiere, hat sich relativ schnell abgezeichnet, da ich mit Wurfgeräten wie Bällen und Kugeln nichts anfangen kann und auch kein Sprunggefühl habe.
Wie oft hast Du als Schülerin und Jugendliche pro Woche trainiert?
Als Schülerin war das wohl viermal, als Jugendliche dann doch sechsmal pro Woche.
Jetzt trainiere ich fast jeden Tag, ab und zu auch zweimal täglich. Nur sonntags habe ich im Moment noch frei.
Blieben da in der Schülerinnen- und Jugendzeit viele andere Interessen auf der Strecke?
Ja, ich bin eben sehr ausgelastet gewesen und hatte abends dann auch keine Lust mehr mit Freunden weg zu gehen. Da blieben doch viele Freundschaften auf der Strecke. Seit der Jugend habe ich 2 Freundinnen noch behalten, mit denen ich auch heute noch sehr guten Kontakt habe.
Du hast 2002 Deine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Mainz unterbrochen, um 1 Jahr als Profi zu trainieren. Hat sich dieses "Experiment" aus Deiner Sicht gelohnt?
Am Anfang des Jahres auf jeden Fall. Dann kam aber eine Verletzung dazwischen, so dass ich mich nicht mehr wie gewollt auf die Saison vorbereiten konnte, sondern nur noch das machen konnte, wobei ich keine Schmerzen hatte. Aber insgesamt denke ich, dass es sich schon gelohnt hat.
Im Jahr 2003 setzt Du die Ausbildung fort und möchtest diese auch erfolgreich abschließen. Dieser Drahtseilakt zwischen Hochleistungssport und Ausbildung könnte schwierig werden.
Das stimmt schon. Aber andere Leute haben das auch gepackt, also werde ich das auch hinbekommen. Da mir die Ausbildung sehr viel Spaß macht, ist das nicht so schlimm. Der Sport muß dann eben ein bißchen zurückstecken.
Wie stellst Du Dir nach der Ausbildung die Kombination aus Sport und Beruf vor? Könnte da beispielsweise ein Modell wie bei Paddel-Olympiasieger Andreas Dittmer, der bei der Neubrandenburger Sparkasse täglich 4 Stunden arbeitet, erstrebenswert sein?
Ja sicher. Halbtags zu arbeiten muß wohl schon sein, um auch mal vom Sport abzulenken. Es ist schon wichtig, dass man auch noch etwas anderes als den Sport hat.
Wie findest Du eigentlich Deinen in den Medien öfter strapazierten Spitznamen "Miss Zielgerade"? Eher Freude über das mit der Staffel Erreichte oder etwas Enttäuschung darüber, daß der ganz große Erfolg im Einzel noch auf sich warten läßt?
Darüber habe ich mir eigentlich noch gar keine Gedanken gemacht. Allerdings läuft jeder in der Staffel gerne am Schluss. Da kann ich schon ein bißchen stolz sein, daß ich jetzt 4 Jahre hintereinander Schluss gelaufen bin und hoffe, dass das auch nächstes Jahr wieder so sein wird.
Was das Einzel angeht denke ich, dass der große Sprung noch kommt und habe da Geduld.
Wenn Du Dir mal Deinen Alltag abseits des Sports anschaust, kannst Du dann sagen, daß der Sport Dir da etwas "bringt"? Fährt Dir als Sprinterin beispielsweise seltener der Bus gerade so vor der Nase weg?
Das eher weniger, da ich immer sehr spät dran bin (lacht).
Ich finde aber schon, dass der Sport mir etwas gebracht hat: Man kennt seinen Körper viel besser und kann auch besser in den Körper "hineinschauen" als jemand, der keinen Sport macht.
Außerdem glaube ich, dass der Sport mir in Sachen Selbstbewußtsein und Auftreten etwas gebracht hat. Ich bin zwar noch immer sehr ruhig, aber keine "graue Maus" mehr wie in der Jugendzeit.
Was war die längste Distanz, die Du jemals am Stück gelaufen bist - sowohl im Wettkampf als auch im Training?
(Lacht erneut) Im Training 5 km, im Wettkampf 200 m - nein 300 m sogar.
Hast Du ein Lebensmotto?
Sich selbst treu bleiben und so sein wie man ist.

Letzte Aktualisierung am November 2006